Die dunkle Seite von QR-Codes: Sicherheitsbedenken? Fehlanzeige!

Studie: Fast 80 Prozent der deutschen Befragten haben bereits QR-Codes gescannt – und 40 Prozent tun dies ohne Sicherheitsbedenken

FRANKFURT — 22. April 2021 —

In Restaurants, zur Terminanmeldung in Kaufhäusern, zum Pick & Collect oder in Gesundheitseinrichtungen: QR-Codes haben seit Beginn der Pandemie Rückenwind. In allen Bereichen des täglichen Lebens begegnen uns die schwarz-weißen Kacheln, sei es zur Authentifizierung, zur Registrierung oder für Bezahlvorgänge. Sie vereinfachen eine Welt mit Kontaktbeschränkungen und werden im Ausblick auf mögliche Öffnungsstrategien künftig noch bedeutsamer. Doch es gibt auch Schattenseiten. Der Sicherheitsspezialist Ivanti hat in einer breit angelegten Studie den Umgang mit QR-Codes näher ins Visier genommen – und ist auf einige Diskrepanzen gestoßen. Das Bewusstsein über IT-Sicherheitsrisiken und die Selbsteinschätzung, diese erkennen zu können, klaffen deutlich auseinander.

Für die Studie befragte Ivanti im Februar 2021 weltweit 4.100 Verbraucher –  500 davon in Deutschland. Sie ist eine Folgeuntersuchung einer Studie zum gleichen Thema aus dem letzten Jahr. Seither hat das Vertrauen in die Technologie zugenommen – aber auch die Bedrohung durch bösartige QR-Codes.

QR-Codes mit Rückenwind

QR-Codes sind insgesamt in der Masse angekommen. Dafür sprechen die Ergebnisse für Deutschland. Demzufolge haben nahezu 80 Prozent der Befragten schon einmal einen QR-Code gescannt. 17 Prozent gaben an, am Tag der Befragung einen QR-Code genutzt zu haben – ein Anstieg gegenüber sechs Prozent bei der letzten Umfrage im September 2020. Wichtiger noch: Auch das Vertrauen in QR-Codes ist gestiegen. 40 Prozent der Befragten haben aktuell keine Bedenken, diese Codes zu nutzen. Im letzten Jahr waren dies noch 37 Prozent.

Die Kontaktbeschränkungen spiegeln sich in der Art der Nutzung wider: So haben beispielsweise 32 Prozent einen QR-Code in einem Restaurant, einer Bar oder einem Café gescannt, 22 Prozent haben sie im Einzelhandel genutzt. Und 62 Prozent sind der Meinung, dass QR-Codes das Leben in einem von Kontaktbeschränkungen geprägten Alltag einfacher machen.

Daran anschließend wünscht mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer, dass QR-Codes noch breiter zum Einsatz kommen. Dieses Ergebnis überrascht nicht, sind QR-Codes doch fester Bestandteil zur Corona-Eindämmung. Sogar als Element des digitalen Impfpasses sind sie im Gespräch. Entsprechend haben sich auch die Nutzungsgewohnheiten verändert: 2021 gaben 24 Prozent der Befragten als Nutzungsszenario die Authentifizierung an – im Vorjahr tauchte dieses nicht auf.

Die dunkele Seite von QR-Codes

Doch wenn immer mehr Menschen QR-Codes für immer mehr Aktionen nutzen, steigen auch die Sicherheitsrisiken. So können QR-Codes beispielsweise mit dem Endgerät des Opfers einen Anruf tätigen, eine Zahlung durchführen oder den Standort des Nutzers offenlegen. Nur sind sich die Nutzer dieser Risiken häufig nicht bewusst – beziehungsweise sie überschätzen ihr Wissen in dem Bereich: 51 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass sie einen bösartigen QR-Code erkennen können. Zugleich sagen 36 Prozent der deutschen Befragten jedoch auch, dass sie schon einmal einen QR-Code gescannt haben, der eine unerwartete Aktion auslöste, oder der sie auf eine verdächtige Website führte.

Bedenkt man, dass 40 Prozent der Befragten keine Scheu vor QR-Codes haben, ist dies ein höchst riskantes Verhalten – zumal 42 Prozent keine Sicherheitslösung auf dem Smartphone installiert haben oder sich dessen nicht sicher sind.

„QR-Codes gestalten den Alltag der Menschen komfortabler und effizienter. Die Vorteile haben sich gerade während des letzten Jahres deutlich erwiesen. Mit diesen Erfahrungswerten zeigen sich die Menschen deutlich offener für die Technologie und sind bereit, sie für weitere Anwendungen zu nutzen. Was die Sicherheit anbelangt, zeigen sie allerdings einen erschreckend laxen Umgang mit der Technologie. Hier gilt es, über Risiken aufzuklären und Wege zu zeigen, wie sie sicher genutzt werden kann“, so Peter Machat, Vice President EMEA Central von Ivanti.  

Die Studie "QRurb Your Enthusiasm 2021" ist hier verfügbar.

Über die Studie

Im September 2020 führte MobileIron (im Dezember 2020 von Ivanti übernommen) eine Umfrage unter 4.100 Verbrauchern in den USA, Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Spanien durch. Zu Beginn des Jahres 2021 erweiterte Ivanti die Umfrage um Verbraucher in China und Japan, die Spanien und die Niederlande in der Umfrage ersetzten. Die aktuelle Studie bietet ein breiteres Bild darüber, wie QR-Codes über die USA und Westeuropa hinaus genutzt werden.

Über Ivanti

Ivanti schafft den „Everywhere Workplace“. Im Everywhere Workplace nutzen Mitarbeiter zahlreiche Geräte, um über verschiedene Netzwerke auf IT-Anwendungen und Daten zuzugreifen und so von überall aus produktiv arbeiten zu können. Die Automatisierungsplattform Ivanti Neurons verbindet die branchenführenden Lösungen des Unternehmens für Unified Endpoint Management, Zero Trust Security und Enterprise Service Management und bietet so eine einheitliche IT-Plattform. Sie ermöglicht das Self-Healing und Self-Securing von Geräten und gibt Anwendern die Möglichkeit zum Self Service. Mehr als 40.000 Kunden, darunter 78 der Fortune 100, haben sich für Ivanti entschieden, um ihre IT-Assets von der Cloud bis zum Edge zu erkennen, zu verwalten, zu sichern und zu warten und ihren Mitarbeitern ein hervorragendes Nutzererlebnis zu bieten, egal wo und wie sie arbeiten. Für weitere Informationen besuchen Sie www.ivanti.com und folgen Sie @GoIvanti.

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